Wechsel der Wehrführung

Personalwechsel in der Wehrführung der Freiw. Feuerwehr Ruppichteroth

Nach zwölfjähriger Amtszeit übergab das Führungsduo der Freiwilligen Feuerwehr Ruppichteroth, Wehrführer Ferdi Lückerath und Stellvertreter Karl-Friedrich Seuthe, am 13.08.2010 die Amtsgeschäfte offiziell an die beiden Nachfolger Claus Müller und Ralf Schneider.
Die Gemeinde Ruppichteroth lud zu einer Feierstunde in das Gerätehaus Ruppichteroth. Zahlreiche hochrangige Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.
So begrüßte Gastgeber Bürgermeister Mario Loskill den Landrat des Rhein-Sieg-Kreises Frithjof Kühn, die Ehrenbürgermeister Hartmut Drawz und Ludwig Neuber, Ordnungsamtsleiter Jochen Breuer und den Rat der Gemeinde Ruppichteroth.
Weitere Teilnehmer waren Kreisbrandmeister Walter Jonas, aktuelle und ehemalige Wehrführer aus dem Rhein-Sieg-Kreis, Ehrengemeindebrandmeister Hans-Friedrich Willach sowie Vertreter der Feuerwehren aus dem benachbarten Oberbergischen Kreis, der Polizei, der Presse und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ruppichteroth.
Der Männergesangsverein Sangeslust Winterscheid fasste die Veranstaltung musikalisch in einen feierlichen Rahmen.
Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister wurde die Wehrführung offiziell aus ihren Ämtern verabschiedet. Zunächst jedoch dankte er deren Ehefrauen für ihr Verständnis und die Rücksichtnahme für die wichtigen Ämter ihrer Ehemänner. Er würdigte die Arbeit der scheidenden Führung und ging auf Stationen ihrer Feuerwehrkarrieren ein:
Karl-Friedrich Seuthe trat am 21.02.1970 in den Löschzug Ruppichteroth ein. Nach Absolvierung der Grundausbildung sowie u.a. der Lehrgänge für Truppführer (1978), Gruppenführer (1980) und Zugführer (1984) übernahm er am 13.03.1987 die Führung des Löschzuges Ruppichteroth und übte dieses Amt bis zum 30.01.1998 aus, als er zum stellvertretenden Wehrführer der Freiwilligen  Feuerwehr Ruppichteroth ernannt wurde. Bürgermeister Loskill hob besonders seine Verdienste als "ehrenamtlicher Bauleiter" beim Neubau des Ruppichterother Gerätehauses hervor.
Ferdi Lückerath schloss sich am 10.05.1972 der Jugendgruppe Winterscheid an. Er nahm nach der Grundausbildung u.a. an den Lehrgängen für Truppführer (1975), Gruppenführer (1978), Zugführer (1979) und Führer von Verbänden (1980) teil und wurde 1980 zum stellvertretenden Wehrführer unter Geimeindebrandmeister Willach ernannt. Am 31.01.1998 ernannte ihn der damalige Bürgermeister Drawz zum Leiter der Feuerwehr Ruppichteroth. Außerdem war er lange Zeit Jugendfeuerwehrwart (1976 bis 1981) und engagierte sich im Kreisfeuerwehrverband, wo er von 1979 bis 1987 die Funktion des zweiten Geschäftsführers und von 1987 bis 1997 die des Geschäftsführers ausübte.
Nach der offiziellen Amtsübergabe an den neuen Wehrführer Claus Müller, zuvor Löschzugführer in Ruppichteroth, und seinen Stellvertreter Ralf Schneider, Löschzugführer Winterscheid, würdigten Landrat Kühn, Kreibrandmeister Jonas sowie Ehrenbürgermeister und -brandinspektor Drawz die Verdienste der ehemaligen Wehrführung.
Neben zahlreichen Präsenten für beide, erhielt Karl-Friedrich Seuthe von Kreisbrandmeister Jonas die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Anerkennung seiner Verdienste für die Feuerwehr.
Für Ferdi Lückerath hatte man eine besondere Auszeichnung parat. Kreisbrandmeister Jonas verlieh ihm im Namen des Präsidenten des deutschen Feuerwehrverbandes, Hans-Peter Kröger, das Feuerwehrehrenkreuz in Gold - die höchste Auszeichnung, die ein Feuerwehrmann in Deutschland bekommen kann.
Sichtlich bewegt nahmen beide ihre Auszeichnungen entgegen.
Der neue Leiter der Feuerwehr Claus Müller gab in seiner Ansprache einen Ausblick auf die Pläne der neuen Wehrführung, dankte den Vorgängern für die geleistete Arbeit und überreichte im Namen aller Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ruppichteroth Tafeln mit Inschriften als Erinnerung an ihre Dienstzeit, bevor diese die Feierstunde mit ihren Schlussworten beschlossen.
Ferdi Lückerath ging auf die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ruppichteroth, dem Kreisbrandmeister und seinen Wehrführerkollegen ein. Er zeigte jedoch auch in konkreten Beispielen eindrucksvoll auf, das sich die Tätigkeit des Leiters der Feuerwehr, auch in einer kleinen Gemeinde wie Ruppichteroth, kaum noch mit einer beruflichen Vollzeittätigkeit vereinbaren läßt. Trotzdem zog er ein positives Resümee seiner dreißigjährigen Arbeit in der Führung der Freiwilligen Feuerwehr.
Auch Karl-Friedrich Seuthe zog eine erfolgreiche Bilanz unter seine Arbeit als stellvertretender Wehrführer. Die Arbeit und das gute Verhältnis in der Kameradschaft habe ihm stets viel Freude gemacht. Er hob dabei den Bau des neuen Gerätehauses hervor.
Beide erklärten, bis zum Erreichen der Altersgrenze von 60 Jahren, weiterhin der aktiven Wehr anzugehören und dieser mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.